WASSERSPORTSCHULE
ROTENBURG

Die Ausbildung f├╝r die amtlichen F├╝hrerscheine besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.

Der theoretische Teil beinhaltet die entsprechenden Fachgebiete: Gesetzeskunde,  Lichterf├╝hrung, Motorenkunde, Wetterkunde, Umweltschutz und Navigation, die auch alle P├╝fungsbestandteil sind.

Die praktische Ausbildung besteht aus der Handhabung des Bootes. Hier werden alle wichtigen Bootsman├Âver wie Ablegen, Mann bzw. Boje ├╝ber Bord Man├Âver, Fahren nach Kompas oder Seezeichen, Peilungen mittels Handpeilkompas, Wenden auf engem Raum, Kursgerechtes Aufstoppen des Boots, R├╝ckw├Ąrtsfahren und Anlegen ge├╝bt. Weiter geh├Âren noch eine kleine Anzahl der wichtigsten seem├Ąnnischen Knoten zum Programm. Auch bei der praktischen Pr├╝fung sind die v.g. Man├Âver und Fertigkeiten Pr├╝fungsbestandteil.

In der Zeit von November bis ca. Ende M├Ąrz bzw. Anfang April findet die theoretische Ausbildung statt. Ab Mitte M├Ąrz, wenn die Au├čentemperatur etwas angenehmer und die Fulda in Rotenburg eisfrei ist, erfolgt dann parallel die praktische Ausbildung mit dem Boot. Hier lege ich ganz besonderen Wert darauf, dass alle Man├Âver von den angehenden Sportschiffern sicher und in Ruhe gefahren werden k├Ânnen. Man├Âver, in deren Verlauf Hektik auftritt, scheitern von vornherein und verursachen meist unn├Âtige Sch├Ąden. Daher ist wichtig, alle Man├Âver sauber einzuleiten und mit Ruhe und Bedacht zu beenden.

Nur so kann die n├Âtige Sicherheit zum F├╝hren eines Wasserfahrzeugs entstehen, die dringend erforderlich ist, wenn man sp├Ąter einmal als verantwortlicher Schiffsf├╝hrer mit einem Boot auch die See- bzw. Binnenschiffahrtsstra├čen mit zum Teil sehr hohem Fahrzeugaufkommen durch die Berufsschiffahrt bef├Ąhrt. Man muss sich hier einmal vor Augen halten, dass ein gro├čes, in schneller Fahrt befindliches, Seeschiff nicht hundert sondern z.T. einige tausend von Metern zum anhalten ben├Âtigt.

Die praktische Ausbildung f├╝r die Segelscheine muss auf einer seegehenden Segelyacht durchgef├╝hrt werden. Hier ist eine bestimmte Anzahl von zur├╝ckgelegten Seemeilen Pr├╝fungsvoraussetzung. Solche Ausbildungst├Ârns werden zum Teil auf der Ostsee oder im Mittelmeer durchgef├╝hrt. Hier ist nat├╝rlich der Mittelmeerbereich von der Best├Ąndigkeit von Wind, Wetter, Wassertemperaturen und Klima angenehmer als die Ostsee, die ganz zweifelsfrei auch ein recht anspruchsvolles Segelrevier ist. Aber es ist f├╝r die angehenden Segler doch angenehmer unter Palmen im T-Shirt und kurzer Hose Rotwein zu trinken, als unter echten deutschen Eichen im dicken Pullover und mit langer Hose kaltes Bier zu trinken.

Nach einem 14-t├Ągigen Ausbildungst├Ârn an Bord einer Segelyacht, die je nach Anzahl der Teilnehmer zwischen 10 und 18 m lang und bis 5,5 m breit sein kann, wird auch vor Ort die praktische Pr├╝fung von einer Pr├╝fungskommission abgenommen.